sONNE iM hERZEN, gEWITTER iM hIRN

Mein hanseatischer Urlaub ist geprägt von einem tropischem Klima. Nur leider ist gerade Regenzeit. Ich habe die Sonne zu 8% gesehen. Um meinen Körper mit den restlichen 92% zu versorgen, beschloss ich, nach einer Ewigkeit der Abstinenz, mal wieder ein Solarium aufzusuchen.
Der anständige Schuppen ist geschlossen und so muss ich mit der nächstgelegenen Alternative Vorlieb nehmen. Galant lande ich also vor dem Eingang zum mintfarbenen Abgrund. Ich bin ja meist tolerant, doch manchmal auch einfach nur fassungslos. Vor allem von menschlichen Exemplaren, die sich immer und überall mitteilen müssen. Bevor ich Bismark abschliessen kann, grunzt mich genau so eines schon von der Seite an:“Da ist alles belegt! Das kann dauern! Da brauchst Geduld!“ Ich wende mich um und nein, zu meiner Überraschung, ist es kein Türsteher vor einem kiezeanischen Bordell. Obwohl es dort wahrscheinlich hygienischer ist als hier. Bei dem grunzenden Objekt handelt es sich um die geballte Ladung krossgebratener PumperPeinlichkeit – komprimiert auf 1.55m. Mein Hirn ist vollkommen überfordert mit dem Ausschnitt bis zur Genitalbehaarung und dem blinkenden Etwas im Ohr. Was ist das? Wer ist das? Gut erzogen lächle ich nur kurz und gehe wortlos durch seine Rauchwolke in den Laden. Die Bumsbirne scheint jedoch mein Desinteresse an seiner Person als Anreiz zu nehmen, noch ein wenig Gas zu geben. Er gestikuliert wild in der Gegend rum und frotzelt dabei, dass ja doch keiner auf Ihn hört und die Mädels von heute und bla bla bla. Zum Glück ist sein jetziger Gesprächspartner äusserst tolerant. Obwohl mir dieser ein wenig Leid tut. Der Aschenbecher kann ja nicht einmal fliehen. Jäh unterbrochen wird das Schauspiel von einer schrillen Stimme:“Lass die jungen Dinger da draußen in Ruhe! Du bist ein alter Sack. So sieht das nämlich aus! Und ich kann hier wohl ganz allein entscheiden, wann die Bänke voll sind!!!“ Mutter Solarium versucht mich mitfühlend anzulächeln. Doch die Jahrzente Leben und Liegen an der Röhre haben ihre Spuren hinterlassen. Lederhaut ist eben antielastisch. Meine Handtasche hat ja auch keine Grübchen. Da watschelt auch schon Mr. Bumsbirne an mir vorbei hinter die Theke und grabscht Lederluder unvermittelt an den Po:“Ich bin doch der Vorher-Nachher-Berater, da muss ich doch den Mädels meine Meinung sagen, ne?!“ Mich überkommen eklige Gedanken von diesen zwei Exemplaren im häuslichen Alltag. Ob die wohl noch gerne Grillen? Oder sind die dann eifersüchtig auf die prallen, baungebranten Fleischlappen. Wahrscheinlich legen die sich selbst noch dazu. Oh Gott! 14 Minuten Bräunungszeit lassen verdammt viel fleischgewordenen Hirnmist zu.
Mutter Solarium reisst mich direkt aus der gedanklichen Grillfeier:“Uiiiiiii du bist aber rot. Nicht, dass du dich doch verbrannt hast?!“ Bumsbirne steigt mit ein: „Nicht, dass du dir was eingefangen hast! Schön einschmieren, ne!“ Hallo??? Wat soll ich mir hier denn Einfangen?? Nen Tripper, Fusspilz, oder was??? Was als Fürsorge gewertet werden könnte, erweckt bei mir nur Fluchtgedanken. „Bis zum nächsten Mal!“ rufen die zwei noch hinterher….. NEIN! So braun kann ich garnicht werden wollen, um das dunkle Duo nochmal zu ertragen!

pRAGER aNEKDÖTCHEN

(a) Geflüster im Ballett Schwanensee. „Wie kommt man als Junge darauf, das zu machen! Ich meine, in jedem Dorf gibt es doch einen Fussballverein!“ mhhh aber das harte Leder hat verdammt wenig Tütü.

(b) Perverser im Park überrascht sogar mit Handeinsatz – reines entManteln reicht wohl heutzutage nicht mehr! Und dann kann man nicht mal ordnungsgemäß rumfluchen auf tschechisch.

(c) Nacht. Lust auf Party. Location mit vielen (zu)gepflegten Männern. Eine Perlenkette auf Brusthaaren. Tja, falsche Party für uns Heten… aber der Wodka war gut und Tanzen geht immer! Wir sollten unsere Angabe der Beziehungsdauer überdenken. 30 Jahre ist doch recht unnatürlich. Das glaubt doch keiner bei unserer jugendlichen Erscheinung.

(d) Margarete von und zu Leggins nimmt selbst der Besichtigung eines KZs den Schrecken. Ohne BH und mit noch weniger Niveau schnallt sie sich als SightSeeing-Queen ihren hautengen BaumwollAnzug enger und legt gnadenlos los. Weniger mit geschichtlichen Wissen, als vielmehr mit ihren privaten Verbrechergeschichten in bayrischen Casinos. Wen störts, dass Sie dabei klingt wie ein Hamster auf einer Käsereibe. Quietschend mit wenig Widerstand! Leider konnte selbst ihr kleines Leopardenherz nicht mehr Ernsthaftigkeit bewirken. Die Stelle dieses kleinen felligen Details lässt auch auf PO’tential schließen. So schön mittig des Hinterteils verleitet es doch ein wenig zu Spekulationen, ob sich dahinter eine Luke verbirgt. Anderes Thema. Zum Vertiefen hier nicht geeignet, da dunkel! Vollgestopft mit einem Monstrum von Baguette hing man ihr trotzdem an den Lippen, konnte sie aber dennoch kaum verstehen. Man hatte eher ein wenig Sorge, dass sie ausversehen ins Mikro beißt. Dabei hatte ich so daran geglaubt, dass diese ExtraPortion Kohlenhydrate sie wieder zur Besinnung bringt und entnüchtert. Wir hofften zumindest, dass sie einfach voll war…. Fehlanzeige. Systemabsturz auf allen Kanälen.

Ach, der Trip steckte einfach wieder voller Momente! Enfach wundervoll!!!!

pORNO oDER pRADA

IckeIII
Prag hat so einiges an der ästhetischen Baufront zu bieten! Keine Frage! Doch beim modischen Angebot steht der nackte Körper zwischen Porno oder Prada. Selbst Heimatgefühl weckende Läden wie Promod und co. bieten keinen Spielraum für Fantasie. Hier stinkt die Kategorie Porno nur etwas weniger nach Plastik und Polyesther. Mein Ärger ist die Freude meiner Kreditkarte. Wie gut, dass ich hanseatisch paulianisch gut behütet bin. An mir prallst du ab, Glitzergeist!