mACKEN

Menschen haben Macken! Zum Beispiel ‚leide‘ ich unter einem Zahnpaste-Verschluss-Tick. Bei mir bleibt die Tube stehts geöffnet. Logische Konsequenzen wie Vertrocknung, Verstopfung, Verschmierung sind mir egal! Und dennoch trainiere ich putzein, putzaus die dämliche Tube zu verschliessen. So viel Einsicht zeige ich selten. Beim Thema Essen schon garnicht! Hier spüre ich in Gesellschaft ungeahnte Urinstinkte. Wie ein vorlautes Vorschulkind schreit alles in mir: ‚Meins!‘ Und umso schmackhafter das Futter, desto mehr entwickel ich präanimalische Züge. Ich hasse Teilen! Direkt nehme ich Blicke auf meine Beute war und reagiere bei Angriffsversuchen extrem unangemessen. Als meine Begleitung rate ich die Berücksichtigung des Ampelsystem bevor man meinen Tellerrand übschreitet: bei gemüsegrün darf die Gabel mein Porzellan besuchen, bei currygelb wirds schon brenzlig und bei paprikachipsrot bekommst du direkt eine rein! Ich meine das nicht im übertragenen Sinn. Diese Macke steckt so tief in mir, dass ich keine Ahnung habe, ob man so was therapieren kann und ganz ehrlich, muss?! Mittlerweile weiss jeder in meinem Freundeskreis, dass man mit mir seine eigene Popcorntüte im Kino braucht, keine Gyrosplatte zu zweit bestellt und eine Chipstüte zum DVD-Abend auf zwei Schälchen aufteilt. Die ’neuen‘ Tischnachbarn müssen da vielleicht einfach durch. Eine Gabel in der Hand wirkt doch Wunder beim futternden Miteinander.

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