dUNKEL

Ist das Bild nicht total schön? Die Frage meines Großen weiß ich gar nicht zu beantworten. Eine Fläche schwarz. Sowas von schwarz. Drei Lagen Dunkel hat er zu Papier gebracht. Joahhhh, das sieht ja düster aus…“, höre ich mich sagen. Er strahlt Planeten platt vor Freude. „Es muss dunkel sein. Das ist die TIEFSEE!“
…puhh, nach den schwarzen Ostereiern muss man einfach mit allen rechnen 😉

bUDDIES

14 Wochen. Die längsten Ferien der Welt neigen sich dem Ende. Wir haben das beste draus gemacht. Und die zwei Jungs sind mächtig aneinander gewachsen – in jeder Hinsicht 💙💙
Morgen geht die Kita wieder los!!! Ein riesiges Durchatmen kommt da auf uns als Familie zu. Und dennoch habe ich Respekt vor der neuen Situation. Hoffentlich klappt es alles. Hygienemaßnahmen, neue Erzieher, neue Regeln. Oh man… ich stell schon mal den Rosato kalt 😂🙈

Alle, die morgen seit langer Zeit mal wieder Brotdosen schmieren, sende ich ein ganz dickes toi toi toi!!!!! 🍀

aHOI oFFICE

Übermäßiger Verzehr von Alkohol kann zur Corona-Wampe führen 🙈 Liebe Wampe, willkommen an meinem Körper. Die letzten 12 Wochen waren geprägt von Ausnahmen und Sondersituationen. Für das Knievolk sind es die längsten Ferien der Welt, für uns Erwachsene ein nichtendender Multitasking-Workshop. Und formulieren wir es mal ganz sarkastisch platt, schöner macht Corona die Welt und uns gerade nicht. Neben der Wampe gibt es hier noch Pickel. Doofe Krater durch das Tragen der Maske, die wir dann aber gut mit eben solcher wieder verdecken können 🧐😂 Sarkasmus aus!

Ich bin heilfroh, wenn diese besonders fordernde Zeit ein Ende hat für uns alle. Ein Lichtblick ist dann immer ein Wohlfühlmoment. Den hatte ich gestern. Ich durfte ins Büro. Arbeiten ohne Kinder. Arbeiten ohne Cornflakes im Haar. Arbeiten ohne Ablenkung. Ihr glaubt gar nicht, wie gut mir das tat. In die schickeren Schuhe schlüpfen und einfach rausgehen.

gESTOCHEN

 
Winter 1997. Ich wälze den dritten blauen Schnellhefter. Asiatisch, Tribal, Totenköpfe. Die Plastikfolien knistern. Fast wie beim Friseur. Hier die Modelle mit Dauerwelle, hier die flotten Kurzhaarfrisuren für die praktisch modische Frau. Nur die Geräuschkulisse ist eine ganz andere. Das Surren der Maschine vergisst man nicht. Und auch die erste längere Kontur bleibt im Schmerzempfinden fest verankert. „Hast was gefunden?“, fragt mich der Tattowierer. Ich schaue seit 20 Minuten. Das ist es. Meine Wahl fällt auf ein Tribal. Keine Bedeutung. Kein Bereuen. Andere hadern lebenslang mit dem passenden Motiv. Und lassen sich womöglich nie Stechen. Ich bin da wohl sehr spontan. Mein Bruder sitzt schon auf dem Lederhocker und beginnt zu Schwitzen. Ein Familientag im Tattoostudio. Gemeinsam Stechen! Und wer hatte die Idee: meine Mutter! Es gehörte zum postschulischen Nachmittagsprogramm, dass man sich den neuesten Trash mit Talkshows reinzieht. Arabella und Britt ganz weit vorne. Wer hat mit wem, was oder wie betrogen? Und wer im Publikum dreht heute durch? Das war Soziologie auf der untersten Ebene. Mit Kippe und Kaffee aber sehr unterhaltsam. Nur die Folgen mit Vorher-Nachher-Frisuren waren gefährlich. Ich bereue heute noch die Versuche mit der großen, orangenen Plastikschere. Ups, Pony like a Backpinsel! Aber ich schweife ab. Es kam die Folge mit dem verrücktesten Körperschmuck. „Mensch, das wäre doch auch was für dich und deinen Bruder! Könntet ihr euch zu Weihnachten schenken?!“, kommentiert meine Mutter den Auftritt einer komplett plakatierten Dame. Ich weiss gar nicht mehr, was ich da geantwortet habe. Am Ende sitzen wir also auf der schwarzen Ledercouch beim Tattowierer des Dorfes. Und da ist es dann entstanden, dieses Tribal. Mein Weihnachtsgeschenk. Meine Jugendsünde? Ne. Das wäre die falsche Bezeichnung. Ich fand es mega! Damals. Mit der lauten Mukke, den geliebten Boots, dem Nasenpiercing, dem Lodderlook, dem Dauerdurst auf Fanta/Korn und dem Tanzen in FestivalZelten. Eisbär neben Metal Band. Und das alles verpackt in mein gut behütetes Leben mit Bausparvertrag. Dieses Tribal passte einfach zu mir. Und hängt seither an meiner Schulter. Aber, schöner wird es nicht. Es erinnert ein wenig an eine Katze mit Strohhut… oder kennt einer King Julien aus dem Film Madagaskar? Jep, die Ähnlichkeit ist da. Und jetzt ist es also an der Zeit, dem Stück jugendlichem „Freiheitsgefühl“ ein neues Gewand zu geben. So lange hadere ich schon mit dem richtigen Motiv, Muster, Stil. Aus den damaligen 20 Minuten Bedenkzeit wurden 20 Jahre. Immer wieder kam etwas dazwischen. Kontostand, Kinder, Corona. Jetzt ist Schluss. Jetzt wird neu frisiert. Die Vorfreude ist riesig! 

zEITzEUGEN

  
„Wieso ist da so viel lila unter deinen Augen?“ fragt mich meine kleine Nichte. Ich erwider nur, dass es bestimmt die Wimperntusche sei, die vom vielen Lachen verrutscht ist. Bis mir einfällt, dass ich gar nicht geschminkt bin 😬🙈 Tja, Zeichen der Zeit. Puh. Es ist natürlich ganz normal, dass wir Augenringe, graue Haare, Falten und ein paar Wehwehchen bekommen. Aber in letzter Zeit fallen mir bei mir leider echt viele auf und scheinbar nicht nur mir 😂 Kinder sind die härtesten Beobachter. Mein Großer hat mir ja letztens auch schön erklärt, dass er in den Katalogen schon gerne die halbnackigen Mädels anguckt, aber ich würde beim Duschen doch eher komisch aussehen 😂😂😂 Zum Glück ist es auch witzig. Gestern habe ich die Haare getuscht! Getuscht mit Haarmaskara (kann ich übrigens voll empfehlen)!! Vor drei Wochen hatte ich hier noch ne große Klappe… ich lass das grau rauswachsen! Das steht mir. Tja, wohl nicht. Ich fühl mich nicht bereit dafür. Ich hab kein Problem alt zu werden, nur mit den Begleitumständen 🙃😬 Zumindest scheint der Fuß sich zu erholen. Er zwickt nur noch morgens und abends, nicht mehr im Vollpension 🤣🤣🤣

Mensch Mädel, denkt dann irgendwann mein Zwischenhirn. Alles nicht so wild. Du gehst noch ungeschminkt aus dem Haus und keiner läuft schreiend weg. Obwohl, die Katze vom Nachbarn hat mich gerade draußen echt schief angeguckt 🤪🤣 Wahrscheinlich weil ich aussehe wie ein übergroßer Pandabär mit lila unterlaufenen Augen, grauen Wutsträhnchen im Haar, verpickelt, verschlafen und das alles verpackt in einem viel zu kleinen Shirt. Ich würde auch Gucken 🤣🤣🤣😂😂😂 

Auf die Realität! Machen wir das beste draus 🥳

Es hilft ja nix! Und jetzt erstmal Kaffee, die Antifaltencreme zum Trinken 🥰

kAFFEEgEDANKEN

  
Wir bleiben zu Hause. Immer noch. Seit sechs Wochen denken wir unsere Wände gerade weiter als sie sind. Immer noch bemühen wir uns um so viel Normalität wie möglich und Wahnsinn wie nötig. Lagerkoller inklusive. So viel Fremdbestimmtheit. Uns fehlt die Freiheit. Uns fehlen Freunde und Familie. Wie gerne würde ich jetzt einfach – ohne Abstand, ohne Risiko – für einen Kaffee zu der Freundin oder der Mutti. Drücker verteilen, Hände halten. Es wird nach dem ganzen Scheiß alles nicht mehr so selbstverständlich sein. Das ist wohl das Beste an der ganzen Geschichte. Wenn es etwas Gutes daran gibt. Wenn ich mir so die Nachrichten anschaue, ist es schon unglaublich traurig, was da draußen in der Welt passiert. Da kommt so ein Virus und legt alles lahm. Macht uns Menschen ganz schön klein im Universum. Als Kind hatte ich mal die verrückte Vorstellung, dass da oben zwischen den Wolken Riesen leben und mit uns Menschen spielen. Wie kleine Matchbox Autos lenken sie uns über den Straßenteppich namens Erde. So verrückt klingt das heute gar nicht mehr. Was mich hier am meisten an der Situation stresst: Wie lange dauert diese Ausnahme noch? Denn ich werde während dieses Shutdowns nicht zu einer besseren Version von mir selbst. Ich sehe mittlerweile so aus, wie ich mich fühle. Ziemlich müde. Und der graue Ansatz schimmert schon lange nicht mehr blond. Und ich bin zu fett für meine Füße. Danke an die schönen Bilder beim Röntgen. Tja, eine Erkenntnis die ordentlich schmerzt… Ferse und Herz. Wenigstens ist die Motivation noch groß, diese außergewöhnliche Zeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen. Und selbst, wenn nicht? Muss ich wirklich das alles Lernen, Lesen und auch noch Wollen! Reicht nicht eine mittelnormale Version von mir? Ja. Ich glaube schon. Ich muss nicht lernen zu meditieren, mir reicht eine Runde Duschen mit geiler Mucke. Allein, mit abgeschlossener Tür und keinen kleinen Fäusten die an dieser trommeln. Durchdrehen, Freidrehen, Tanzen. So wichtig im Leben. Und über die Jahre sind diese Momente so viel weniger geworden. Das wird mir jetzt mit der 40 im Nacken ganz schön bewusst. Selten ist es hier so leise, dass man seinen Gedanken mal lauschen darf. Man muss schon ganz genau hinhören, um sich nicht zu überhören! Und Luftgitarre mit einem zweijährigen auf dem Arm geht verdammt auf den Rücken. Ist aber auch eine Menge Spaß. Also, dreht die Mucke einfach mal richtig laut und tanzt rein in den Tag! Das pustet den Kopp durch und die doofen Gedanken ein Stück beiseite. 

#durchhalten #muckelaut

cORONATAINMENT

  
Was man so zu sagen hat im alltäglichen MuttiTasking:

– Nimm den Buggy aus der Spülmaschine!

– Nicht so doll! Bekommt er denn noch Luft? 

– (Heul) Gleich…

– zieh deine Hose hoch!

– Pssst… Mama telefoniert… PSST… wartet… bitte… ach Fuck. Was ist denn?

– Wo ist deine Unterhose? Wo sind alle deine Hosen? Warum ist der Kleiderschrank leer?

– Wieso hat dein Bruder eine Beule? Ich war das nicht, ist die falsche Antwort! 

– Ich koche jetzt. Ich habe Hunger. Ich koche ja jetzt. Ich habe HUNGER. Ich schneide einen Apfel. Ich habe richtigen Hunger. Ich koche ja schon. (Heul)

– (Heul) Gleich…

– Mama, warum ist Milch im Weltraum eine Blase?

– Warum liegt hier überall Essen im Bett?

– Zieh dir mal bitte eine richtige Hose an!

– Ja, das iPad ist immer noch kaputt! Die Werkstatt hat auch Corona! (Heul)

– (Heul) Mal gucken was auf KiKa läuft!

– Ich mache die Tür auf! Ja, das Paket ist nicht für dich (Heul)

– Mama, guck mal! 

– Mama, guck mal!

– Du hast so viele Spielsachen! Sortier doch mal nach Farbe! 

– Das gehört Papa! Nur gucken! Das ist das mit den Augen! Finger weg!!!!

– Wer war an meinem Computer?

– Auch was gesundes! Ja, in Ketchup sind Tomaten. Mist.

– Auch das Brot essen! Nicht nur die Wurst! 

– Beide Hände an den Becher… Argh… zum Glück nur Wasser… ach scheiße … SaftSchorle

– Haben wir immer noch Urlaub? Jaaaaaaaaa 

– Willst du was malen? Nein. Willst du puzzeln? Nein. Willst du raus? Nein. Dann kann ich dir auch nicht helfen (Heul)

– Runter vom Tisch!

– Ich bin nicht müde! Ich aber! 

– Mama, guck mal! Das sieht aus wie ein Fisch! Dann schick ihn bitte schnell durch den Abfluss ins Meer. Immer diese Klogespräche. 

wERKELmAPPE

   

Fliegen bei euch auch so viele „Kunstwerke“ herum? Fast zu hübsch zum Aufhängen und fast nie landen sie im Papiermüll 😂 Dann aufgepasst: So eine BilderMappe zum Verstauen geht ratzfatz… alten Karton aufschneiden, Seitenteile zusammen legen, anpinseln, Band durch und Kunstwerke rein 🤩🌈☀️🥳 #ratzfatzbasteln #kanndaswegoderistdaskunst