wUT

Sieht das nicht idyllisch aus? Möchte man fast ins Bild springen und „helau“ schreien oder? Ne, lieber nicht. Könnte knallen. Wir mussten hier mal ganz nötig an die Luft. Ich glaube, ich sogar noch mehr als die Jungs. Wie konnte ich es auch nur wagen, ein neues Gericht auszuprobieren und dann auch noch so eine kräuterverseuchte Ansammlung von Lebensmitteln. Und wieso hat die FeelgoodMutti nicht dreizig Alternativen im Haus, die dem GourmetKnievolk schmecken! Bitte?! Ist die Mutti etwa kaputt gegangen?! 30 Minuten Ausrasten mit Schnappatmung, erscheint hier die richtige Reaktion zu sein. Man ist ja auch fast am Verhungern. Meine Fresse!! Puh, selbst nicht durchdrehen. Ansage machen. Wutgeschrei aushalten und vor allem weitermachen mit Alltag. Bis zur nächsten Fresskalation. Es ist wirklich eine Aufgabe, diese zwei Raketen wieder auf Kurs zu bekommen. Und diese ganzen Kämpfe untereinander, obwohl man sich so liebt. Der eine hat das gesagt. Und der andere hat die Zunge dahin gestreckt und überhaupt, warum darf er vorne gehen? Und mein Teller ist viel leerer und ich hab zwei Erbsen weniger… bla bla bla… wunderbar! Ich zieh den Grummelstöpsel jetzt. Raus aus der Bude. Rein in die Natur. Einmal über die Köpfe der Chaoten hinweggucken und den Himmel sehen. Das erdet. Uns alle. Ach ja, bis K2 netterweise erwähnt, dass hier bestimmt auch Zecken sind. Danke. K1 frustet aus! 🤪🫣🤪 ich gehe gedanklich schon mal diesen Text durch, den ich jetzt tippe und ich muss sagen, es geht mir schon besser. Entfrustet 😂💚
Und mal wieder ein schönes Beispiel. Du guckst den Nasen auch nur vor den Kopp bzw. aufs Foto! Immer nur eine Momentaufnahme, die manchmal so gar nicht in den restlichen Rahmen passt 😘

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hORROR

Dieses Rouge aus Blut, diese implodierten Augen, die verdrehten Körper. Neueste Erkenntnis des gestrigen Kinoabends: Ich kann nicht mehr so gut mit Horror – also mit Hingucken und so. Die neue Staffel von Stranger Things ist mir eindeutig zu gruselig. Ja, jetzt ist es raus. Ich finde den Stil der Serie und die Charaktere mega, aber ich muss doch auch noch ruhig schlafen können. Überhaupt werde ich immer schissiger mit den Jahren. Früher habe ich mir Blair Witch reingezogen. Allein, in einer knarzenden Altbaubude. Nur mit Popcorn bewaffnet. Kein Problem. Heute kriege ich schon Muffesausen, wenn der Trailer zu schaurig ist. Dabei liebe ich Horrorfilme. Ja, voll bescheuert. Ich lese sogar heimlich die Inhaltsangaben von Horrorfilmen, damit ich zumindest so auf meinen Gruselbedarf komme. Gucken kann ich die Streifen schon lange nicht mehr. Wenn ich dran denke, dass ich früher das Hamburger Nachtleben unsicher gemacht habe und frühmorgens meine S-Bahn-Stadion verpennt habe. Irgendwie komme ich schon heim. Nächtlicher Alleingang mit Döner. Heute kriege ich schon Pickel, wenn die Straßenbeleuchtung defekt ist. Ihr könnt euch gar nicht denken, wie schnell ich radeln kann, wenn ich Gespenster sehe. Tour de Frankenstein! Diese neue Schissigkeit zeigt sich in so vielen Alltagssituationen. Ein Fuss streckt sich im Halbschlaf über die Bettkante – OHNE Decke! Innerlich spüre ich schon den Griff aus dem Höllenschlund Bettkasten. Ahhh… ich brauche nötig mehr Schnulze in meiner To-Watch-Liste 😂

uRLAUB

Sonnenbetankt! Das ist nicht typisch für Dänemark und wir freuen uns sehr, dass wir das herrliche Wetter hier so auskosten durften ☀️🇩🇰 Der Lagerkoller steht drohend in der Luft und die Vermissung der heimischen Spielsachen, Freunde und Betten wird gross. „Ich hab ein wenig Heimweh…“ hat der Große gestern gesagt. Vielleicht ist das Gefühl auch ganz gut, damit die Vorfreude auf daheim noch größer wird. Ich schnappe mir jetzt einen Kaffee und packe meine Postkarten-Momente und Eindrücke in mein Herz-Gepäck. Die Weite der gelben Felder, Steine suchen, Steinformen diskutieren, Sand wegbuddeln, Krebse und Seesterne bestaunen, Wasserschlachten, LEGO tüfteln, alte Gemäuer erkunden, Ehrgeiz entwickeln beim Minigolf…
Mange Tak 🇩🇰 Farvel! ❤️

rAMSCH

Shopping im Urlaub. Wenn der entspannte Geist auf Ramsch in Bastkörbchen trifft. Ich stelle euch vor, mein neuester Ramsch: Ein tuffiges Haarband mit viel Stoff in viel pink. Hach, beim Bezahlvorgang fühlte ich mich kurz ein wenig Mädchen. Abends vorm Spiegel habe ich das Haarband dann lachend aus der zehnten Frisur gezogen und pragmatisch zum Armschmuck umfunktioniert. Wer kennt sie nicht, diese Momente, wenn man noch sonnengetankt im Souvenirshop flaniert und sich Schätze für die hintere Schublade kauft. Das schulterfreie, semidurchsichtige Strandkleid, das man noch stolz an der Promenade präsentiert und dann im heimischen Kleiderschrank ausbleicht. Ich hab schon so viel Quatsch gekauft im Urlaub. Von diversen Touri-T-Shirts, Hüten und Tüchern geht es über Präparate zur kosmetischen Komplettüberholung hin zum viel zu schrillen Lippenstift. Weit genug weg von Daheim wird man mutig im Portemonnaie und im Geist. Wer weiss, ob einen der animalische Körperduft aus der spanischen Drogeria nicht auch ein wenig wilder macht? Gerne wälzte ich mich dann mit dem Erwerb von Kastagnetten und Terracotta-Aschenbechern im nostalgischen Fernweh. Ja. Der Sinn ist nicht groß und eine leise Stimme flüstert „Müll“ in mir. Aber es ist doch Urlaub! Da macht man verrückte Sachen. Lässt sich von windigen Strassenhändlern Schlappen andrehen, als Karikatur auf Leinwand pinseln oder sich Zöpfe flechten. Es ist diese eine Zeit im Jahr. Wer sich nun angesprochen fühlt. Du bist nicht allein 🤗🤗😂💛

rETREAT oDER wAS?!

Erholung. Retreat. Detox. Auszeit. Entspannung. Gib dem Wunsch einen Namen. Seit einiger Zeit suche ich nach dieser Lücke im gestressten System und bin nicht müde geworden, mein Umfeld über jegliches WünschDirWas auszufragen. Wo warst du denn schon? Kennst du ein schönes Hotel? Was machst du zur Entspannung? Es kamen da super interessante Antworten raus: Wandern in den Bergen, Radtour durch Deutschland, Tanzen auf Ibiza, Töpfern auf dem Bauernhof, Gruppen-Yoga an der Küste… alles klingt reizvoll. Aber ich bin viel zu norddeutsch, um mit Musterfrau aus Musterhausen ihre gescheiterte Ehe zu debattieren. Oder irgendwelche Kristalle mit Energie zu beladen. Mit fremden Menschen die Matten und sein Herz ausrollen? Ne. Irgendwie nicht. Könnte man bei mir denken. Ja, aber da war der Job in der Kneipe ja noch erholsamer. Da hatte man auch viele Schicksale auf dem Hocker vor sich. Aber auch ne Zapfanlage als Abwehrsystem. Ich will auch nicht die Welt diskutieren. Das muss man im Alltag schon oft genug. Krieg, Corona, Gaspreise, Waldbrände, politisches Beben, Diversity, Female Empowerment, Kindererziehung, Partnerschaft, Pfannengerichte. Es gibt so viel Zeug zu denken. Ich will gar nicht von der Liste der Todos reden. Die klatscht gerade freudig mit der Denkerei ab, in der Hoffnung, dass ich (Besitzerin dieser Listen) ins Tun komme. Ja. Versprochen. Ich werde eine Lücke für die Erholung bauen, schaufeln, erstellen. Das mach ich. Aber jetzt hab ich Urlaub. Da denke ich nur auf halber Kraft und der innere Abwesenheitsassistent ist aktiviert. Liebes Hirn, ich befinde mich derzeit im Urlaub! In dringenden Fällen, melde dich bei der Zentrale unter 555-Nase! Ein Prosit auf die Erholung 🧘‍♂️☀️😂

fREIBAD

Ahoi, Freude. Ahoi, Freibad. Ich weiss nicht, wann sich dieses entspannte Gefühl entwickelt hat. Aber mir ist es mittlerweile egal, ob meine Brüste auf der Wasserrutsche aus der Bahn geraten oder sich meine Oberschenkel beim Wettrennen zur Pommesbude melodisch abklatschen. Diese Entspanntheit mit mir habe ich nicht immer. Mein Körper und ich führen im Alltag eine On-Off-Beziehung. Aber, wenn es ums Spaß haben als Familie geht, bin ich dabei. Mit jedem speckigen Pfündchen. Das geht wohl nicht jederfrau so. Leider. Beim letzten Besuch habe ich eine Dame beobachtet. Nicht, dass ihr jetzt denkt, dass ich so eine Spannerin bin. Sie ist mir aufgefallen, weil sie total unnormal über dem Abflussgitter am Beckenrand hing. Gerade als ich mein Hirn zum Thema Erstehilfe-Griffe befrage, um sie womöglich von einer verschluckten Kartoffel zu befreien, dreht sie sich um und schreit ihre Begleitung heran. Ah. Ok. Die Dame ist nicht am kollabieren, sondern einfach nur unglaublich bemüht ihren Körper für ein Foto zu präsentieren. Sie zupft, sie zuppelt, sie zieht ein, sie drückt raus. Legt sich immer wieder anders über das Abflussgitter und richtet ihre Sonnenbrille im Haar gen Süden aus. Ihre Begleitung ist schon sichtlich genervt und ich bin fasziniert. Sie will ihr „perfektes“ Bild und wirkt dennoch so unrund mit sich selbst. Als ob da zwei Welten sind. Am liebsten hätte ich ich meinen angebauten Rettungsring mit einen Hüftschwung zu ihr gesellt und das Foto gebombt. Einfach, um die Situation aufzulockern und ihr ein echtes Fotolachen zu entlocken – ohne creepy Abflussgitterromantik und Baucheinziehen 💙🧘‍♂️

mUTTItAG

Happy Muttertag to me. Ich zelebriere mich jetzt einen Kaffee lang und dann schleudere ich mich wieder in den Alltag. Ich bin vollkommen unschlüssig, ob man so einen Tag braucht oder nicht?! Müsste nicht jeder Tag so ein Stück Wertschätzung enthalten. Für die vielen Herausforderungen zwischendrin. Emotionen abkühlen, Fragen abfangen, Gedanken mitdenken, Befindlichkeiten wegatmen, Waschmaschine umlenken, Grasflecken wegwaschen, Tränen wegwischen, Butterbrote pellen, Gemüse kaschieren, Termine koordinieren, Kindersitze befüllen, Reißverschlüsse bezwingen, Schlafanzüge beschwören, Mut befeuern, Dummheit eindämmen, Essen kochen, Kritik wegessen, Rücken krabbeln, Köpfe krabbeln, Füsse krabbeln… mehr mit den Fingernägeln! 😂 Wenn ich das so lese, ist da einiges an Wahnsinn enthalten. Vielleicht ist es der beste Grund für einen Muttertag. Kurz mal innehalten und sich dessen bewusst werden. Wie ein eigenes Feedbackgespräch im Job als Mutter! Und dann am Ende der Tasse Kaffee ein Resümee zu ziehen. Was darf sich ändern? Was darf so bleiben? Und dann verknüddelt man den gedanklichen Ziel-Vereinbarungsbogen und sagt sich einfach mal: „Gut gemacht!“ Man muss nicht immer alles optimieren. Man darf auch einfach mal müde, abgekämpft und frustet sein. Gehört doch dazu. Also, schnappt euch ein Heißgetränk. Atmet den Stress mal kurz in die linke Arschbacke und zelebriert euch! Gut gemacht! ☀️❤️🤗

tICK

Erkenntnis der Woche: Gib dem Problem einen Namen, dann kann man es besser beseitigen 😁 Ich habe das immer als nervige Angewohnheit abgetan. „Das habe ich immer schon gemacht. Richtig abheilen wird das eh nie.“ So mein innerer RechtfertigungsMonolog. Knibbeln, Pulen, Zupfen. Ich malträtiere meine Nagelhaut bis diese rot sieht. Bislang kannte ich für das Verhalten keine medizinische Bezeichnung. Anscheinend gibt es das aber. Skin Picking. Durch Zufall bin über den Begriff gestolpert und hab jetzt das Internet dazu leer gelesen. Ich hab das. Irgendwie auch ganz heimelig in eine kranke Kategorie zu gehören 😂🙈 Ok, das zwanghafte Verhalten muss umgelenkt werden. Macht Sinn. Ich mach mir dann jetzt mal Gedanken, was ich stattdessen pulen könnte. Vielleicht was mit Marzipan?! Ach ne, Süsskram wäre dann das nächste zwanghafte Thema 😂 hach…. Diese Ticks! Wer liebt sie nicht … nicht! 🫣

mINDESTgLÜCK

„Wo liegt die Ukraine? Das ist schon ein Stück weg, oder?“ der Große fragt schon recht gezielt. Der Kleine sucht nur den größten Teich. Mein Finger wandert langsam von Deutschland rüber. Eine kurze Strecke auf dem Globus. Ich hab einen Frosch im Herz. Ein emotionales Räuspern bei dem Thema. Es ist zu traurig, Es müsste eine Form von Mindestglück geben! Das jeder es von Geburt an verdient hat, nicht ganz unglücklich zu werden. Das es ein Mindestglück gibt. Das wäre doch fair, denke ich. Ich kann mir nicht ausmalen, wie schlimm das alles erst da vor Ort ist. Es übersteigt auch meine Vorstellungskraft. Die Bilder, die Nachrichten. Als ob ein Schutzmechanismus in mir da etwas abriegelt, damit es nicht durchbrennt. Es ist so unglaublich, dass Menschen ihren Mitmenschen so etwas antun. Hier gewinnt keiner. Hier verlieren alle.

vERSCHLIMMBESSERT

Ich lache. In diesen Tagen tut das irgendwie auch mal gut. Ich lache über mich. Wieder einmal bin ich in meine eigene Falle getappt. Der Verschlimmbesserung. Ich tupfe sie gerade vorsichtig vor dem Badspiegel ab. Meine Güte, wie viele rote Pusteln passen denn da bitte zwischen Nase und Kinn. Als die Kosmetikerin Sugaring erwähnte, klang das irgendwie verführerisch süsslich. Und mich kriegt man mit Süsskram. Mein dampfgereinigter Geist und der Reiz nach haarfreier Babyhaut ließen mich direkt ein leises „Gerne“ hauchen. Zack war die Gelegenheit an der Wurzel gepackt. Aua! Wer bitte macht das wirklich im Allerheiligsten? Ich würde mir eher jedes Haar mit der Pinzette vom Hügel ziehen. Das Ende vom Lied, ich verlor meinen Damenbart und sehe aus wie ein Rotbart. Ich leuchte bestimmt im Dunkeln. Verschlimmbesserung! Das kann ich. Da bin ich dabei. Zu kurz geratener Pony, wegrasierte Augenbrauen, Solariumüberstunden, Fruchtsäurepeeling, Epilieren, Blondierungsunfälle… nicht zu vergessen die ewigen Frisuren- und Selbstbräunungsversuche 😎🙈Dazu gelernt? Hab ich wirklich dazu gelernt! Nein. Oder doch, ich lache noch mehr über mich ☺️

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