vERSCHNULLERT

Plumps. Da ist der Schnuller wieder über die Gitterstäbe geflogen. Es gibt Geräusche, die machen mich wahnsinnig. Plastik plumpst auf Holz gehört eindeutig dazu. Und das süffisante Kichern aus dem Bett macht meine Laune nicht besser. Mops hat sein neuestes olympisches Spiel bis zum Erbrechen perfektioniert. Er täuscht Schlafen an, um fünf Sekunden später gackernd am Gitter zu stehen und seinen Schnuller rauszupfeffern. Er freut sich förmlich die Windel nass. Das macht er nicht ein oder zweimal. Er macht das neuerdings 45 Minuten lang! Mein nervlicher Rekord! Mies! Ich sitze dann in meiner pädagogischen Matrix fest. Die Muddi sagt ‚atmen, ruhig bleiben und konsequent den Mops wieder in die Liegeposition befördern‘! Die Schrotte sagt ‚Schnuller mit einer Heckenschere durchtrennen, wild schreiend die Plastikreste in den Anus von Spieluhrhasi befördern und unanständige Wörter in die Luft schreien‘! Jetzt mag man denken, lass doch den Schnuller da auf dem Boden liegen und ihn rumquaken bis er müde ist. Tja, so hab ich auch mal gedacht. Netter Versuch! Mops hat mein stimmliches Organ. Und wir mögen unsere Nachbarn. Ich freu mich schon auf heute Abend … ahhhhhh! Ich lege einfach sechs Schnuller mit ins Bett. Dann gibt es ein wahres PlastikFeuerwerk. Humor ist eine gute Waffe!

pRALL, pRALLER, gEPLATZT!

Ich trau mich schon gar nicht mehr mein Facebook-Profil zu öffnen. Ich hab keine Ahnung, wer da für die „Vorgeschlagenen Beiträge“ zuständig ist, aber diese Person schätzt mich derbe falsch ein. Seit zwei Wochen erscheint da in Endlosschleife der Trailer zu „The Shallows“. Schon gesehen? Kurz zusammengefasst: Surfer-Barbie kämpft mit einem blutrünstigen Hai. Während sie eher auf minimale Höschen setzt, macht er auf dicke Hose. Er greift sie an. Sie rauf auf einen Felsen. Er schwimmt drumherum. Panik! Blut! Noch weniger Höschen! Muss man sehen, oder? Viel Spaß. Mein Blutdruck macht da nicht mit. Abdrucklos gebräunte Barbie wird in eine seichte OneLineStory geworfen. Gefährlich. So viel Schokolade kann ich gar nicht essen, um mich wieder glücklich zu fühlen. Und mir ist bewusst, dass der Film in die Kategorie Hai-Trash gehört.

Immer wieder rege ich mich über diesen vollkommen übertriebenen BeautyWahn und diese PrallPoMentalität in diversen Filmproduktionen auf. Das POlarisiert! Aber die Leute am Set tun mir ja eigentlich noch mehr leid. Als Regisseur sieht man sich den Horror der Ewigen Schönheit aus nächster Nähe an. Ich kann mir gut vorstellen, dass beim Einsatz des einen oder anderen Botox-Babes selbst bei einem Profi Nervosität aufkommt. Hat sie sich zum Drehbeginn kaputt gespritzt. Kann die Maske das retten? Bewegt sich ihr Gesicht? Schneiden wir ihr noch fix einen Pony? Vielleicht mit einem Schwenk ein wenig Action in die Mimik? Der Beautywahn hat keine Grenzen mehr! Mit den ersten Szenenbildern zu „Bridget Jones‘ Baby“ wurde mir das noch mehr bewusst. Dabei war Renée Zellweger wirklich mal eine hübsche Frau – selbst mit dem größten Mieder der Welt. Jetzt wirkt sie nur noch wie ein Gipsabdruck ihres alten Ichs. Gerade amerikanische Produktionen scheinen lieber auf altbekannte Gesichter zu setzen, auch wenn sich diese nicht mehr bewegen und schon drei Facelifts zu viel hatten, als neuen Darstellern eine Chance zu geben. Oder, was noch besser wäre, einfach mal Menschen mit ihren Makeln zeigen. Mir ist schon klar, dass das SurferGirl aus „The Shallows“ keine Plunse spielen könnte. Aber ein wenig mehr Mittelmaß wäre grandios. Ich finde weniger perfekt richtig sexy. Das haben die skandinavischen Produktionen den Amerikanern voraus. Da sieht man noch die eine oder andere Falte. Und ich rede nicht von der großen am Po😉

iST dAS sPIELZEUG oDER kANN dAS wEG?

Unkantig, unbunt und vom TÜV als „ungeil“ geprüft! Die Rede ist von Spielzeug. Bloß nicht verletzten, bloß kein Plastik. Und am Ende steht das Kind schreiend vor dem Regal und will einen braunen, plüschigen Kackhaufen mit Augen. Ja, so etwas gibt es tatsächlich. Emoticons als Kissen, einfach mal googeln. Warum es gerade der Kackhaufen sein muss? Keine Ahnung. Schnell bin ich dann mit solchen Kommentaren: „Früher konnten wir auch ohne so einen Müll spielen. Da reichte manchmal auch schon eine Pfütze und ein paar abgebrochene Zweige.“ Wenn mich dann die erstaunten Kinderaugen anschauen, fühle ich mich immer ganz pädagogisch klug.Als ich aber den Trailer zu „Trolls“ anschmeiße, wird mir schlagartig bewusst, dass ich meine unpädagogischen Highlights der Kindheit vollkommen verdrängt habe. Ich hatte nicht nur Pfützen, ich hatte eine Armee von Trollen. Sie waren qietschbunt, stanken nach Plastikmasse und ihre FilzFrisur sollte lieber weit weg vom offenen Feuer bleiben. Ich habe sie geliebt. Sie waren so herrlich unschön und knubbelig. Das komplette Gegenteil von Barbie und Co. Die ich natürlich auch neben einer Unzahl von Puppen besaß. Das zum Thema, ich hatte nur braunes Holzspielzeug. Und dann recherchiere ich noch ein wenig zu den lustigen Trollen und was finde ich: Einen EINHORN-TROLL! Das ist die perfekte Verschmelzung von damals und heute. Die 90er Trolle treffen das glitzerstaubpupsende Einhorn von heute. Juhuuuu!

Na ja, genug geschwärmt. Jetzt halte ich mich doch ein wenig mehr zurück mit meinen Kommentaren. Und wenn es beim nächsten Einkauf unbedingt der plüschige Kackhaufen sein muss, dann sollte man vielleicht „aus versehen“ seinen Geldbeutel vergessen… „Ich hätte ihn ja gekauft! Ganz ehrlich!“

  

dRECK

Photoshop: Vergeblich versucht einen schwarzen Punkt wegzupinseln, um dann fünf Minuten später zu schnallen, dass es ein Fliegenschiss auf dem Bildschirm ist. Scheiss Dreck!

gELACKT

Mein heutiges Highlight in Sachen Männerlogik… Ich: Boh, ich lass mir meine Nägel ab jetzt immer bei einer professionellen Maniküre machen. Das sieht voll toll aus! Wat hältste davon?

Kerl: Brauch doch erstmal deine ganzen Nagellacke auf! 

Ich: ähm. Wat?! Ähm … 

Wie erklärt man bitte einem Kerl, dass man nicht 25 unterschiedlich nuancierte Nagellacke besitzt, um sie einfach der Reihe nach aufzubrauchen?! HALLO! Der Pinsel erreicht von je her nicht mal den Boden der Pullen. Die wurden noch nie zum ‚aufbrauchen‘ produziert. Und wenn doch, dann ist meine nächste Maniküre in 15 Jahren 😳